osteurpoäische schäferhunde - unsere unvergessene „Cora“!
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Osteuropäische Schäferhunde in Deutschland

unsere unvergessene „Cora“!

Mein ~ (unser) erster Hund ~ unsere unvergessene „Cora"!

So lange ich zurückdenken kann, war es mein sehnlichster Wunsch, einen Hund besitzen zu dürfen. Trotzdem meine Eltern ein eigenes Haus mit Garten besaßen, fand dieser Traum keine Erfüllung. Die Worte meines Vaters (der leider kein Hundefreund war) - waren: Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst, sch........... in meinen Hof kein Hund! Also, zwar keine sehr schöne, aber doch eine klare und unmissverständliche Aussage. Da konnte ich schon sehr froh sein, dass er mir ge-stattete, Hasenställe aufzustellen, und ich dadurch, über Jahre ein eifriger Kaninchenzüchter wurde. Als wir 1952 heirateten und im selben Jahr auch ein kleines Haus in Ansbach  erwarben, war ich meinem Hundewunsch auch wieder sehr weit entfernt, denn dieses Haus besaß kaum einen Hofraum - bzw. war dieser mit zwei Holzlegen und Plumpsklo erschöpft, andererseits waren meine Frau und ich berufstätig, so dass eine Hundehaltung auch kaum möglich wurde. So wendete ich mich ersatz-weise über mehrere Jahre der Vogelzucht - der Wellensittich - und auch Nymphensittich -Zucht  zu.
1958 erwarben wir in Schönbronn bei Ansbach ein ca. 6000 qm großes Grundstück (überwiegend Südhang), auf dem ich eine Geflügelfarm begann, die aber die größte Enttäuschung und finanzieller Verlust meines Lebens wurde. Nachdem unser neues Wohnhaus so notdürftig bezugsfertig wurde - war der Wunsch nach einem Hund - von meiner Frau und mir - nun zu realisieren! 
Von einem Arbeitskollegen erfuhren ich, dass eine in seinem Haus wohnende Frau eine deutsche Schäferhündin abgeben wollte. Diese Hündin war im Vorbesitz eines Freundes, der, bevor er ins Gefängnis musste, diese Hündin „Cora" - der erwähnten Frau zum Geschenk machte. Cora war ohne Ahnentafel, ca. 3 Jahre alt und sollte 50.- DM kosten. Das war damals viel Geld, für mich ein ca. 1/5 Monatslohn. So fuhr ich also freudig los – um mir diese „Cora" zu besehen – ich denke es war Liebe auf den ersten Blick, denn ich bezahlte diese 50.-DM und nahm sie mit nach Schönbronn. Wenn ich nun versuche das Wesen der Cora zu beschreiben, so kann ich nur sagen, sie war eine einmalig gute, sachliche, gutmütige, kinderliebe und umgängliche Hündin. Nach dem Kauf stieg sie ohne zu zögern in mein Auto ein, ihr neues Zuhause, sie wurde Wohnungshund, schien ihr angenehm zu sein, sie machte auch keine Anstalten, unser damals noch uneingezäuntes Grundstück verlassen zu wollen. Wenn man ihr späteres Verhalten einbezieht, so muss man sagen, dass Cora die ersten Wochen doch etwas, sprichwörtlich „kleinlaut" war! Nach ca. 14 Tagen hatte sie das erste mal gebellt – und von da an konnte man sagen, dass sie sich richtig bei uns eingelebt hatte. Wir alle waren darüber sehr glücklich, zu diesen „wir" zählten auch meine Schwiegereltern, deren Grund-stück neben dem unsrigen lag. Da wir beide immer noch berufstätig waren, wurden unsere 2 Kinder und auch die Cora tagsüber von meiner Schwiegermutter betreut. Wie schon gesagt, Cora war mein und von uns allen, der erster Hund, von Hunden als solche, hatten wir „null" Ahnung - diese absolute Bestätigung erhielten wir bald danach sehr deutlich vor Augen geführt - denn Cora war schwanger als ich sie gekauft hatte - aber keiner von uns konnte diese Feststellung treffen - nicht bis zu ihrer Niederkunft - sie stellte uns einfach vor vollendete Tatsachen - und dies sehr nachhaltig!
Cora übernachtete in unserer Wohnküche und hatte da auch ihren eigenen Sessel. Es war an einem Samstagmorgen – meine Frau stand vor mir auf und betrat die Küche – um dann ganz entsetzt nach mir zu rufen – schau einmal – was die Cora gemacht hat: Was war zu sehen: Cora strahlte uns freudig an – sie lag nicht auf ihrem Sessel – sondern auf dem Sofa – in einem Wust von Vielerlei! Vordergründig viel auf – unser altes Sofa, war eigentlich keines mehr! Die Seegrasfüllung war herausgescharrt, die Sprungfedern waren nach links und rechts herausgesprungen, die auf dem Sofa liegende und von meiner Frau am Vorabend eingenässte und eingerollte Wäsche (das machte man damals wohl noch so, sie wollte sie samstags bügeln) – alles ein wüstes blutiges Durcheinander – und dazwischen unsere glückselige „Cora" – ihre fünf neugeborenen Welpen (vier davon weiß!) säugend! So kamen wir ahnungslosen „Hundehalter" – ungewollt zu unserem 1. Wurf. Unsere Ahnungslosigkeit möchte ich heute u.a. auch damit erklären: Cora hatte nur 5 sehr kleine Jungtiere, so dass ihr Leibesumfang wohl nicht sehr umfangreich war – und wir Hundelaien nichts – aber auch schon gar nicht von einer Trächtigkeit merkten! Cora war eine rührend gute und besorgte Mutter und die Jungtiere wuchsen, ohne jegliche Impfungen oder auch Wurmmittel auf – woher sollten wir dies denn damals auch gewusst haben – wir Ahnungslosen! Ganz ganz schlimm war es, als dann die Jungtiere das Alter zum Verkauf hatten. Nach Inseraten kamen auch Käufer – meine Frau versteckte sich im Schlafzimmer und heulte - als uns die Kleinen - ja so ist es nun einmal - verlassen mussten !
Cora durfte mit ihren Welpen die ersten Wochen in einer Wurfkiste, in der Wohnung verbringen. Als die Kleinen etwas flügge wurden, es war ja auch Sommer, musste ich schnell einen notdürftigen Zwinger bauen. Als dieser fertig war, sperrte ich Cora in diesen und ging gegenüber zur Oma, um dieser mein Werk zu zeigen! Als wir aus dem Haus kamen, war Cora auch schon  w i e d e r  da, sie war einfach unter dem Maschenzaun hindurchgeschlüpft und   g r i n s t e   uns an!
Große Aufregung dann einmal, als unser Sohn Harald, damals ca. 1 ½ Jahre alt, spurlos verschwunden war! Wie schon erwähnt, wir waren beide berufstätig (im gleichem Betrieb), Oma rief an - wir müssen sofort nach Hause kommen, Harald sei verschwunden! Nachdem wir zuhause angekommen waren - war gottseidank  Entwarnung! Und wo hatte ihn Oma zwischenzeitlich ge-funden - in der Hundehütte - eng umschlossen, daumenlutschend bei seiner Cora u. deren Welpen! Es war rührend, wie Cora jeden Tag abends auf unsere Heimkehr wartete, aber auch auf den Opa, der beruflich mit der Landwirtschaft zu tun hatte, die mitgebrachten Vesper, schmeckten auch Cora!
Cora war eine leidenschaftliche Mäusefängerin. Wir hatten im Grundstück einen kleinen Acker auf dem es viele Feldmäuse gab. So stiegen wir zwei den Berg hinauf, ich mit einer Schaufel bewaffnet. Cora zeigte mir an, wo sie welche vermutete, ich grub – und schwubs hatte Cora alle davoneilenden Mäuse ins Jenseits befördert! Doch unser grenzenloses „Hund-Mensch-Glück" kam ins Wanken, denn eines Tages kam die Polizei zu uns, man wollte uns das Eigentumsrecht der Cora streitig machen! Der bereits erwähnte Vorbesitzer (den wir aber selbst nie kennen lernten) war wieder draußen und wollte seinen Hund! Wir konnten aber beweisen, dass wir diesen rechtsmäßig erwor-ben hatten und durften diesen somit auch behalten – doch eines Tages war Cora unauffindbar weg!!!
Dies merkten wir zu unserem sehr großen Schrecken an einem Sonntagmorgen. Wie schon ungefähr erwähnt, wanderte die Cora zwischen den beiden Häusern, und manchmal übernachtete sie auch bei meinen Schwiegereltern. Da sie also bei uns nicht war, wollten wir sie am nächsten Morgen bei den Schwiegereltern holen – aber auch hier war sie nicht - sie war und blieb  s p u r l o s  verschwunden! Es ist nur ein Verdacht von uns, aber Cora war auch eine leidenschaftliche Autofahrerin, sollte ihr ehemaliges Herrchen vorbeigefahren sein, so brauchte er vermutlich nur die Autotüre aufhalten !!?? ~ Dies war ein sehr großer Schock für unsere Familien –  die  T r a u e r   war sehr sehr groß ~

Überall suchten wir unsere Cora – dabei hatte ich z.B. zwei ganz unangenehme Begegnungen. Eines Tages lief ich in Ansbach in der Nürnberger-Strasse. Da begegnete mir ein Mädchen mit einem Hund, den ich spontan für meine Cora hielt! Ich sagte zu Mädchen und Hund, ja wie kommen Sie denn zu meiner Cora – und – ja Coralein kennst du mich denn nicht mehr! Beide kannten mich wirklich nicht, denn es stellte sich heraus dass der Hund ein Rüde war, was mag das Mädchen wohl von mir Spinner gedacht haben!?? Dann – ich fahre mit dem Auto durch Ansbach – vor mir ein Auto, aus dessen Rückfenster ein Schäferhund schaute - für mich meine Cora, weil er ihr ähnlich  sah! Ich notierte mir die KFZ-Nr. – ging zur Zulassungsstelle und ermittelte den KFZ-Halter. Auch hier musste ich die traurige Erkenntnis machen - dass es sich ebenfalls um einen Rüden handelte! So blieb von unserer, von allen geliebten Cora, nur eine sehr schöne „lebensbereichernde" Erinnerung! Cora folgten sehr viele andere Hunde versch. Rassen. Es waren weniger gute, gute und sehr gute dabei. Vielen werden wir in Freude gedenken - doch an erster Stelle wird immer unsere Cora stehen.